Ohne Kindergartenplatz keine Praxis Drucken E-Mail
Montag, den 19. September 2016 um 13:04 Uhr

Ein interessanter Artikel zum Thema "Mediziner beklagen: Kommunen tun zu wenig gegen den Hausärztemangel. Zum Beispiel in der Gemeinde Wenden." finden Sie auf der Homepage der WAZ. Klicken Sie bitte hier.

Mediziner beklagen: Kommunen tun zu wenig gegen den Hausärztemangel. Zum Beispiel in der Gemeinde Wenden.

Ohne Kindergartenplatz keine Praxis | WAZ.de - Lesen Sie mehr auf:
http://www.derwesten.de/region/sauer-und-siegerland/ohne-kindergartenplatz-keine-praxis-id12194585.html#plx123010838

Mediziner beklagen: Kommunen tun zu wenig gegen den Hausärztemangel. Zum Beispiel in der Gemeinde Wenden.

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Mediziner beklagen: Kommunen tun zu wenig gegen den Hausärztemangel. Zum Beispiel in der Gemeinde Wenden.

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Fortbildungsveranstaltung „Tuberkulose – aktuelle Gefahren und Möglichkeiten der medizinischen Diagnostik“ Drucken E-Mail
Mittwoch, den 20. Januar 2016 um 13:30 Uhr

Sehr geehrtes Praxisteam!

Die Tuberkulose gehört zu den weltweit häufigsten Infektionskrankheiten und verläuft bei unzureichender Behandlung oft tödlich. Auch in Europa nimmt die Gefahr aufgrund auftretender Resistenzen gegen existierende Medikamente und globaler Migrationsbewegungen wieder zu. Daher möchten wir Ihnen gerne einen kurzen Überblick verschaffen über den aktuellen Stand der Tuberkulose-Therapie und die Möglichkeiten zur optimalen Diagnostik beim Tuberkulose-Screening.
Wir laden Sie daher herzlich zu unserer Fortbildungsveranstaltung „Tuberkulose – aktuelle Gefahren und Möglichkeiten der medizinischen Diagnostik am 27. Januar 2016 in der Aula des Kulturhauses Lÿz in Siegen ein. Einen kurzen Überblick über das Vortragsprogramm sowie die Referenten finden Sie in der beigefügten Einladung.
Bitte melden Sie sich entweder kurz telefonisch an unter 0271-2345-811 bzw. 0176-15861014 oder per Fax unter 0271-2345-850, da im Anschluss ein kleiner Imbiss geplant ist.
Fortbildungspunkte im Rahmen der „Zertifizierung der ärztlichen Fortbildung“ sind bei der Ärztekammer beantragt. Bitte denken Sie an Ihre Barcode-Etiket¬ten, die auf der ausliegen¬den Anwe¬senheitsliste eingeklebt werden müssen.
Ich freue mich, Sie auf unserer Veranstaltung begrüßen zu können.
Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. Georg Kirchner  

Download Infoblatt / Anmeldefax



 
Leserbrief zum Artikel "Christdemokraten im Europäischen Parlament machen Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen zur Priorität" im Liese-Kurier Drucken E-Mail
Montag, den 20. Juli 2015 um 11:24 Uhr

Hier finden Sie den Artikel, auf den sich folgender Leserbrief bezieht. Der Artikel befindet sich auf Seite 2.  Zum Artikel

Dr. med. P. Liese
CDU-Europabüro für Südwestfalen
Büro Meschede

Le-Puy-Str. 17
59872 Meschede

Betr.:    MRSA Screening
    

Sehr geehrter Herr Kollege Liese!
Mit Interesse habe ich Ihren Artikel im Liese Kurier Ausgabe 67 / 2015 „Christdemokraten im europäischen Parlament machen Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen zur Priorität“ gelesen.
An der entsprechenden Diskussionsrunde in Iserlohn, nahm auch unser Kammerpräsident Dr. Theo Windhorst teil. In meiner Funktion als Vorsitzender des Verwaltungsbezirks Lüdenscheid der ÄKWL konnte ich leider nicht teilnehmen.
Teil einer erfolgreichen Bekämpfung von Antibiotikaresistenzen ist auch das Screening auf MRSA vor einer stationären Aufnahme. Dieses Themas hat sich auch Bundesgesundheitsminister Gröhe angenommen. In diesem Sinne zitiert das Handelsblatt auch die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD Hilde Mattheis: "Wir wollen ein Screening aller Patienten vor der Aufnahme ins Krankenhaus. Damit verhindern wir, dass immer wieder neue Keime in die Krankenhäuser gebracht werden"
Parteiübergreifender Konsens scheint somit zu sein, dass das MRSA Screening vor einer stationären Aufnahme eine sehr sinnvolle und wünschenswerte Maßnahme ist.

Das MRSA Screening vor einer stationären Aufnahme bietet Vorteile insbesondere für unsere Patienten, aber auch für die Krankenhäuser und die niedergelassenen Ärzte; somit für alle an der Durchführung Beteiligten. Ernsthaft kann diese Aussage nicht bestritten werden.

Der Ärzteverbund Südwestfalen (ÄVSW) – ein fachübergreifendes Netz von über 110 niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen im Bereich Südwestfalen (Kreise MK, OE und SI) bemüht sich seit Jahren um eine Vernetzung des ambulanten und stationären Bereiches.
Seit gut einem Jahr versucht der ÄVSW, das prästationäre MRSA Screening flächendeckend in der oben genannten Region einzuführen. Ein entsprechender Vertrag wurde erarbeitet von einer namhaften Kanzlei, die sich auf Medizinrecht spezialisiert hat. Dieser Vertrag wurde auch von der Rechtsabteilung der Ärztekammer WL positiv bewertet. Auch die Kassenärztliche Vereinigung WL hält einen Direktvertrag zwischen einem Krankenhaus und einem Arztnetz zur Regelung des MRSA-Screenings als prästationäre Leistung für möglich.

Auch die Presse (z.B. Lokalzeit Siegen) nahm sich mit großem Interesse des Themas an und ist an weiterer Berichterstattung durchaus interessiert.

Eine Umsetzung des Vertrages und die breite Einführung des prästationären Screenings auf MRSA kam bisher nicht zustande. Insbesondere seitens der Krankenhäuser bestehen Vorbehalte diverser – meines Erachtens aber nicht stichhaltiger- Natur.
Trotz des bisherigen Widerstandes der Krankenhäuser sehe ich nach wie vor eine realistische Chance, das Vorhaben umzusetzen. Dies insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass seitens der Öffentlichkeit, insbesondere der Patienten aber auch seitens der Politik und der Presse die Sinnhaftigkeit und Notwendigkeit dieses Vorgehens gesehen wird.
Auch Herr Kollege Cremer als stellvertretender Kreisvorsitzender der CDU unterstützt die Initiative ausdrücklich.

Möglicherweise läßt sich die Region Südwestfalen als Musterregion für freiwilliges flächendeckendes regionales MRSA / MRE Screening etablieren

Wenn Sie ebenfalls das Vorhaben für sinnvoll halten und eine Möglichkeit sehen, von politischer Seite her das Vorhaben zu unterstützen wäre ich für eine Kontaktaufnahme dankbar.


Mit freundlichen und kollegialen Grüßen

Dr. med. R. Pfingsten

Geschäftsführer

 
Leserbrief zum Artikel "Erfolgreich gegen MRSA" aus der Westfalenpost Drucken E-Mail
Montag, den 20. Juli 2015 um 11:19 Uhr

Hier finden Sie den Artikel, auf den sich folgender Leserbrief bezieht. Zum Artikel

An
Westfälische Rundschau  und Westfalenpost

Betr.:    Leserbrief zum Artikel

„  Erfolgreich gegen MRSA   “

WP Kreis Olpe vom 17. Juli 2015


Zunächst herzlichen Glückwunsch zur erhaltenen Auszeichnung.
Kritisch ist anzumerken, dass die Abstrichentnahme auf krankheitserregende Keime erst im Krankenhaus erfolgt und erst nach Vorliegen des Ergebnisses entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können.
Seit über einem Jahr bietet der Ärzteverbund Südwestfalen (ÄVSW) allen Krankenhäusern der Region an, die Abstriche bei jedem Patienten in den Praxen durchzuführen bevor diese im Krankenhaus aufgenommen werden. Dieses Vorgehen bietet unter Anderem folgende Vorteile: Patienten sparen unnötige Wege, eine notwendige Behandlung kann vor einer stationären Aufnahme erfolgen.    Die Abstrichentnahme durch niedergelassene Ärzte vor einer stationären Aufnahme wird von Patienten, Fachleuten, Presse und Politik deutlich favorisiert; es handelt sich um das sinnvollste, kostengünstigste und patientenfreundlichste Vorgehen.
Umso erstaunlicher ist es, dass bisher kein Krankenhaus dieses Angebot des ÄVSW angenommen hat. Die Gründe für die Ablehnung sind für den ÄVSW nicht nachvollziehbar.


Mit freundlichen Grüßen

Ärzteverbund Südwestfalen

Dr. med. R. Pfingsten

 

 

 
Einholung einer Zweitmeinung Drucken E-Mail
Freitag, den 19. Juni 2015 um 13:33 Uhr

Es wird von einem Patienten berichtet, der unter Vorlage mitgebrachter Röntgenbilder eine Zweitmeinung wünscht. Es wurde um Klärung und Stellungnahme gebeten, ob dem Wunsch eines Patienten um Einholung einer Zweitmeinung zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) entsprochen werden könne. Zur Klärung der Problematik hat die Rechtsberatertagung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung/Kassenärztlichen Vereinigung eine Arbeitsgruppe eingerichtet, die zu folgenden Ergebnissen kam:

Die Arbeitsgruppe ist der Auffassung, dass sich aus den gesetzlichen Bestimmungen (insbesondere § 64 Abs. 4, § 137 Abs. 3 Satz 1 Nr. 3 SGB V) und der bundesmantelvertraglichen Regelung in § 15 a Abs. 5 BMV ergibt, dass ein GKV-Versicherter Anspruch auf die Einholung einer Zweitmeinung hat. Der Anspruch auf Zweitmeinung besteht nicht uneingeschränkt – er ist vielmehr beschränkt im Hinblick auf due Erkrankung und die Behandlungsmethode. Hierbei ist das Wirtschaftlichkeitsgebot gemäß § 12 SGB V zu beachten, wonach die Leistungen ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich sein müssen und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten dürfen. Es ist daher bei der Einholung der Zweitmeinung darauf abzustellen, ob diese im Sinne des § 12 SGB V notwendig ist.

Die Arbeitsgruppenmitglieder gehen davon aus, dass dieser Anspruch auf Einholung einer Zweitmeinung bei schwerwiegenden Erkrankungen (lebens-verändert oder lebensbedrohlich) und risikobehafteten Behandlungsmethoden und Eingriffen besteht, wohingegen ein solcher bei alltäglichen Erkrankungen und Routineeingriffen zu verneinen sein wird. Überdies müssen bei der Einholung einer Zweitmeinung nicht alle aufwendigen diagnostischen Maßnahmen (CT, MRT, NMR etc.) wiederholt werden.
Grundsätzlich erfüllt das Einholen einer Zweitmeinung nicht die Voraussetzungen des § 24 Abs. 4 Bundesmantelvertrag-Ärzte, wonach die Überweisung zu Ärzten der gleichen Fachrichtung nur unter bestimmten Voraussetzungen zulässig ist.

Das „Gesetz zur Stärkung der Versorgung in der gesetzlichen Krankenversicherung“ sieht für Patienten einen erweiterten Rechtsanspruch vor. Danach können Patienten sich vor „mengenanfälligen planbaren Eingriffen“ eine unabhängige ärztliche Zweitmeinung zur medizinischen Notwendigkeit und Sachgerechtigkeit des Eingriffs einholen. Welche Eingriffe dies sind, soll der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) festlegen. Neben der zahlenmäßigen Entwicklung können auch andere Kriterien vom G-BA herangezogen werden, beispielsweise die demografische Entwicklung. Im Mittelpunkt stehen jedoch Eingriffe, bei denen „das Risiko einer Indikationsausweitung nicht auszuschließen ist“. Eine Zweitmeinung sollen sich Versicherte bei allen vertragsärztlich zugelassenen Ärzten und Einrichtungen beziehungsweise zugelassenen Krankenhäusern holen können. Letztere nehmen zu diesem Zweck an der vertragsärztlichen Versorgung teil. Der G-BA kann für Zweitmeinungsgeber Anforderungen festlegen, um „eine qualitativ hochwertige Erbringung der Zweitmeinung zu unterstützen“: Anforderungen an die Qualifikation, an Strukturen und Prozesse, an die Einbeziehung anderer Ärzte.

Eine Zweitmeinung ist gesonderte Sachleistung in der vertragsärztlichen Versorgung. Für sie soll eine eigene Abrechnungsmöglichkeit im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) geschaffen werden. Als Stichtag ist der 31.03.2016 vorgesehen. Sieht der EMB bis dahin keine Abrechnungsmöglichkeit vor, können Versicherte die Zweitmeinung im Wege der Kostenerstattung einholen. Die Rechnung muss dann in voller Höhe erstattet werden. Finanziert werden soll die neue Leistung über den EBM entweder extrabudgetär (für den Übergang) oder durch eine Anpassung der morbiditätsorientierten Gesamtvergütung.

Eine Zweitmeinung darf nicht der Arzt oder die Einrichtung abgeben, in der der Eingriff durchgeführt werden soll. Denn Ziel ist, „die Unabhängigkeit der Zweitmeinung zu stärken und gleichzeitig falsche finanzielle Anreize zur Zweitmeinungserbringung zu vermeiden“. Unberührt bleiben die Pflicht zur korrekten Indikationsstellung durch den ersten Arzt und der Leistungsanspruch des Versicherten auf Kostenübernahme.

Die Kassenärztlichen Vereinigungen und die Landeskrankenhausgesellschaften werden in dem Entwurf verpflichtet, über geeignete Leistungserbringer für eine Zweitmeinung zu informieren. Durch Informationsangebote im Internet oder in Form von Broschüren soll gewährleistet sein, „dass der Versicherte adäquate Hilfestellung bei der Auswahl eines geeigneten Leistungserbringers“ erhält. Auch der indikationsstellende Arzt muss einen Patienten über seinen Anspruch auf eine Zweitmeinung aufklären. Dies soll regelmäßig mindestens zehn Tage vor dem geplanten Eingriff geschehen. Als Frist für die Umsetzung im G-BA ist der 31.12.2015 vorgesehen.


Michael Anders-Hoepgen
Beratender Arzt der KVWL

 

 

 
Die ärztliche Freiberuflichkeit in Gefahr - Bericht vom 118. DÄT in Frankfurt , 12.-15. 5. 2015 Drucken E-Mail
Donnerstag, den 28. Mai 2015 um 13:51 Uhr

Von Dr. Dr. Hans-Jürgen Bickmann, Siegen

Versorgungstärkungsgesetz, Zwangsaufkauf freiwerdender Praxissitze, Terminservicestellen, Stärkung des Gemeinsamen Bundesausschusses: Etappen der Entmündigung und des schleichenden Verlustes der Freiberuflichkeit des Arztes. Die Bedrohung dieser Freiheit kommt vom Gesetzgeber. Es ist eine Ironie der Geschichte, dass Prof. Montgomery dieses am Ort der Geburtsstunde der deutschen Demokratie aussprach, in der Paulskirche zu Frankfurt.
 
Die Freiberuflichkeit ist das höchste Privileg der Ausübung des Arztberufes, weil es den Arzt in seiner Entscheidung unabhängig von Weisungen Dritter macht. Zugleich gilt sie als Prinzip ärztlicher Verantwortung und sichert so die Rechte des Patienten.

Wie durch die Teilung der Verantwortung auch die Freiberuflichkeit verloren geht, zeigt Prof. Montgomery in seinem Bericht zur Lage der Ärzteschaft auf.

Der Zwangsaufkauf freiwerdender Praxen durch die Kassenärztlichen Vereinigungen soll bei einem Überversorgungsgrad von 140% erfolgen – so steht es im Versorgungsstärkungsgesetz (VSG). Dieser Einschränkung der Niederlassungsfreiheit liegen jedoch keine präzisen Daten einer Versorgungsforschung zugrunde, sondern lediglich der Ist-Zustand der Praxisdichte im Jahr 1993. In diesem Jahr hatte Seehofer die Niederlassungsbeschränkung eingeführt. Willkür im Zahlenkostüm.

Die im VSG vorgesehene Einrichtung von Terminservicestellen soll die vorgebliche Benachteiligung gesetzlich Versicherter beheben, einen zeitnahen Facharzt- oder einen ortsnahen Hausarzttermin zu erhalten. Neuere Zahlen der IKK classic legen jedoch dar, dass Dreiviertel aller Deutschen im Umkreis von weniger als fünf Kilometer einen Hausarzt finden und dass die meisten innerhalb von zwei Wochen einen Facharzttermin erhalten. Gängelung getarnt im Gewand der Verbesserung.

Bei elektiven Eingriffen wird im VSG eine Zweitmeinung vorgeschrieben. Dem GBA wird aufgetragen, die zweitmeinungspflichtigen Indikationen zu definieren und die Qualifikation der Zweitbegutachter festzulegen. Der Arzt, dem 85% aller Patienten vertrauen, verliert damit prinzipiell das essentielle Recht des freien Berufes auf die Indikation und die Durchführung einer ärztlichen Leistung. Angeblich soll die Zweitmeinung überflüssige Operationen vermeiden helfen. De facto wird das Recht auf freie Berufsausübung dem Diktat der Ökonomie unterstellt.
 
Der direkte Zugang zum Physiotherapeuten soll – so derzeitige Planungen des Gesetzgebers - dem Patienten den Weg zum Arzt ersparen und den Kostenträger pekuniär entlasten. Das Recht, die Indikation für eine medizinische Behandlung zu stellen, wird dem Arzt genommen und geht auf die Berufsgruppe über, die sie durchzuführen hat.

Die Präventionsbeiräte – so sehen es die derzeitigen Planungen des Präventionsgesetzes vor - sollen nur mit Vertretern der Krankenkassen und der Patienten besetzt werden. Die Ärzte bleiben außen vor.

Das geplante Tarifeinheitsgesetz nimmt den angestellten Krankenhausärzten die in den Jahren 2001 bis 2007 zäh erstrittene Tarifautonomie und stellt sie, weil sie nur 20% der Beschäftigten in den Kliniken stellen, unter das Diktat der nichtärztlichen Vertragsverhältnisse.

Im geplanten transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) treffen nicht demokratisch legitimierte Anwälte Vereinbarungen, die sich auf soziale Schutzstandards, Investorenschutz oder Investitionen in Krankenhausketten und MVZ auswirken. Im Wirtschaftsministerium wird die Gefahr der Verletzung von deutschen Grundrechten erkannt. -

Die europäische Norm zur ästhetischen Chirurgie soll nicht in Deutschland angewandt werden, weil sie ärztliche Entscheidungsfreiheiten aushebelt.
Die Bedrohung der Freiberuflichkeit ist im Blick der deutschen Politiker. Ob diese Einsicht beruhigen kann – sei dahingestellt.

Die Bekämpfung der Korruption im Gesundheitswesen kann nur erfolgreich sein, wenn die erkannten Fehlentwicklungen und Ursachen in einem zunehmenden, von der Politik eingeführten Wettbewerbsumfeld, zumindest parallel und systematisch, beseitigt werden. Zu den einzelnen Regelungen wird u. a. kritisiert, dass der Gesetzgeber keine klare Definition zur Abgrenzung gesundheitspolitisch gewollter Kooperationen nach dem SGB V geschaffen hat. Damit besteht die Gefahr, dass die - eigentlich sinnvolle – Sektoren übergreifende Zusammenarbeit unter den gesetzlich vorgesehenen Paragrafen des SGB V staatsanwaltliche Ermittlungen nach sich zieht. Dies kann aber nicht im Sinne einer Verzahnung der einzelnen Leistungsbereiche des Gesundheitswesens sein und wirkt sich daher auch schädlich für Patienten aus.

Lesen Sie den gesamten Bericht als PDF-Datei

 

 

 
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